Tiersein wurde einst als erstrebenswerte Daseinsform angesehen und auch heute wünschen wir uns in unserem urbanen Alltag nicht immer Mensch sein zu müssen. Tierwerden sollte keine Degradierung bedeuten, sondern als Bereicherung menschlicher Erlebnismöglichkeiten oder sogar als Befreiung wahrgenommen werden. Der Mensch hat sich durch das Errichten der Grenzen, die ihn von einer anderen Spezies absondern sollen, selbst eingesperrt. Die Tierwelt bleibt, egal wie sehr sie mittlerweile erforscht ist, stets etwas Mythisches für uns Menschen – und unser Umgang mit ihr stets etwas Unerklärliches. Die Grenzen versuchen zwar zu rechtfertigen wieso wir Tiere unter unwürdigen Bedingungen zusammenpferchen, ihnen das Fell vom Leib reißen oder sie zur Belustigung durch brennende Reifen springen lassen, aber ihre Mauern machen uns auch blind für Dahinterliegendes. Es gibt aber jene unter uns, die diese Barrieren umgehen wollen. Die Schlupflöcher finden und Mauern einreißen. Die Welt der Mischwesen bildet eine Art Übergang zwischen den beiden Konstrukten. In Tier sein ist menschlich bewegt man sich in ebenjener Welt.
Hardcover, handgebunden
Format: 24,8 x 33 cm
Auflage: 30
Seiten: 40
Druck: Siebdruck
Papier: Römerturm Ouevre 140 g/m2